Die Start-Stopp-Methode – Hilfe bei frühzeitiger Ejakulation

Frühzeitiger Samenerguss ist ein Thema, welches viele Männer betrifft. Allein nach statistischen Angaben zufolge leiden in Deutschland 20 bis 35% der Männer entweder regelmäßig oder unregelmäßig unter vorzeitigem Samenerguss. Als häufiges Tabuthema stigmatisiert, bedeutet vorzeitige Ejakulation jedoch nicht nur für den Betroffenen selbst eine große psychische Belastung, sondern auch für den Partner in einer Beziehung. Aus diesem Grund gibt es unterschiedliche Übungen, die dabei helfen sollen, dass Man(n) wieder länger kann.
Eine dieser Übungen nennt sich die Start-Stopp-Methode und hat sich nachhaltig als wirksame Technik im Umgang mit frühzeitigem Samenerguss erwiesen.

Wie kommt es zum vorzeitigen Samenerguss?

Vorzeiger Samenerguss (lat. Ejaculatio praecox) ist die häufigste sexuelle Erkrankung bei Männern. Dabei können Betroffene den Zeitpunkt des Samenergusses nicht mehr ausreichend kontrollieren. Die Stopp-Start-Methode zählt daher zu den effektivsten Maßnahmen, wie diese Kontrolle verbessert und vorzeitiger Ejakulation vorgebeugt werden kann.

Der sexuelle Reaktionszyklus des Mannes wird allgemein in vier Phasen eingeteilt:

  1. Erregungsphase
  2. Plateauphase
  3. Orgasmusphase
  4. Entspannungs- bzw. Rückbildungsphase

 

Start Stopp Methode Samenerguss

Beim Phänomen des verfrühten Samenergusses ist die Plateauphase besonders kurz. Der sog. „Point of no Return“ (oder Unvermeidlichkeitspunkt) – jener Punkt an dem der Samenerguss nicht mehr vermieden werden kann – wird unverhältnismäßig schnell erreicht. Viele Männer beherrschen die Verlängerung der Plateauphase intuitiv, während Betroffene die Kontrolle über ihren sexuellen Höhepunkt rasch verlieren.
Die Start-Stopp-Technik hilft Männern dabei, ihre eigene sexuelle Reaktion stärker wahrzunehmen und dadurch die Kontrolle über ihre sexuelle Reaktion zurückzugewinnen.

Wie funktioniert die Start Stopp Methode?

Bei der Technik geht es darum, möglichst exakt herauszufinden, wo der „Point of no Return“ liegt, wie schnell dieser erreicht wird und wie er entsprechend gesteuert werden kann. Das Training sollte mehrmals pro Woche durchgeführt werden.
Ziel ist es, den Penis entweder durch Selbstbefriedigung oder durch die Hilfe des Partner zu stimulieren, die Stimulierung jedoch zu stoppen, bevor der Unvermeidlichkeitspunkt erreicht wird. Nachdem die Erregung nachgelassen hat, muss dieser Vorgang einige Male wiederholt werden, ehe es zum endgültigen Samenerguss kommen darf. Durch gezielte Atemübungen oder Entspannungstechniken kann der Lerneffekt positiv unterstützt werden.

Start-Stopp-Technik mithilfe von Selbstbefriedigung

Am Anfang empfiehlt es sich, die Methode mittels Masturbation anzuwenden. Bei der Selbstbefriedigung können sexuelle Reize von außen stärker vermieden und die sexuelle Erregung dadurch besser kontrolliert werden. Im ersten Schritt erfolgt die Masturbation vorerst mit der trockenen Hand. Nach max. 1-2 Unterbrechungen darf der Höhepunkt nach etwa 15 Minuten erfolgen.

Wird diese Übung ausreichend beherrscht, erfolgt die nächste Steigerungsstufe. Bei dieser wird dieselbe Übung mit der Hinzunahme von Gleitgel durchgeführt. Wiederum nach ca. 15 Minuten erfolgt der Samenerguss. Im Idealfall höchstens 1-2 Unterbrechungen binnen dieser Zeit.

Start-Stopp-Methode mithilfe des Partners

Wird die Start-Stopp-Technik mittels Selbstbefriedigung beherrscht, sollte das Training mit dem Partner fortgeführt werden. Zunächst wir der Penis durch den Partner mit der trockenen Hand stimuliert. Wird der „Point of no Return“ erreicht, wird die Stimulation wieder unterbrochen. Nachdem die Erregung nachgelassen hat, beginnt das Spiel von Vorne, bis es wiederum nach ca. 15 Minuten zur Ejakulation kommen darf. Diese Übung sollte so lange trainiert werden, bis sie ausreichend beherrscht wird.

In der nächsten Stufe wird dieselbe Übung mithilfe von Gleitgel durchgeführt. Auch hier gilt: Kein Samenerguss während der ersten 15-20 Minuten. In der Folge kann die Übung mittels Oralverkehr durchgeführt werden. Sind die Ergebnisse zufriedenstellend, kann die Intensität der Übung weiter erhöht werden, in dem sich der Penis immer weiter der Vagina nähern darf.

Nach einer gewissen Zeit, sollte es nun möglich sein, dass der Penis in die Scheide eingeführt werden kann, ohne dass es zum sofortigen Samenerguss kommt. Dennoch sollte auch nach dem Eindringen das Training fortgeführt werden. Unterschiedliche Erregungsstufen können durch Intensität der Bewegung (nur einer bewegt sich/ beide bewegen sich) oder das Variieren von Stellungen erreicht und entsprechend trainiert werden.

Fazit

Damit die Start-Stopp-Methode funktionieren kann, muss zunächst einige Wochen auf Sex verzichtet und das Training regelmäßig durchgeführt werden. Nimmt man dies in Kauf, bietet die Start-Stopp-Technik einen vielversprechenden Ansatz zur sexuellen Leistungssteigerung und für mehr Spaß im Bett.

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